Stigmatisierende Darstellung

„Überalterung“, ältere Menschen als „ökonomisches Problem“ und „Politik, die vor Überalterung warnen muss“

Das sind die Fragestellungen zur Datenauswertung, wo denn ältere Menschen in der Schweiz leben. Es ist ein düsteres Bild, das gezeichnet wird. Ältere Menschen werden als Last dargestellt, die Politik muss warnen und Gegenmassnahmen ergreifen. Und schlussendlich wird noch von der „Angst vor der Überalterung“ gesprochen. 

Kein Wort zur Lebensleistung und zum Einsatz älterer Menschen für die Gesellschaft. Kein Wort davon wie sie auch ökonomisch zur Entlastung staatlicher Aufgaben beitragen. Kein Wort wie sie durch Mitwirkung zu einer lebendigen Gemeinde und Zusammenleben beitragen. Es ist die stereotypische Falle, in welche der Tagi getappt ist. Gewiss sind mit der demografischen Entwicklung auch Herausforderungen verbunden. Aber jede ältere Person, welche dieses Interview liest, muss sich doch schlecht, geringgeschätzt und reduziert fühlen. 

Positiv waren der Kontrapunkt und die guten Antworten von François Höpflinger. Aber die Fragestellungen und das erzeugte negative Bild bleiben haften und geben mir zu denken Tages-Anzeiger.

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